"Das Grundproblem des Menschen ist es, sich selbst fremd geworden zu sein. Er ist ein Gefangener der Welt, weil er das Göttliche in sich nicht freigibt."
Der Fragende oder die Ratsuchende wird in der Initiatischen Therapie mit einem größeren Realitätsbewusstsein in Kontakt gebracht. Durch verschiedene Praktiken der Aufmerksamkeit für die Gegenwart und das Erleben in diesem Augenblick, lernt der Übende über das rein rational Fassbare hinauswachsen. Er lernt, durch einen Weg der Übung, das nur vom Verstand dominierte Bewerten seiner Lebensfragen, für kurze Zeitspannen loszulassen. Der Gedankenstrom kommt zu Ende und für einen Moment kann das notvolle, sich um sich selbst oder andere sorgende Selbst zurücktreten. Wieder in Kontakt mit einer inneren Essenz, die größer ist als der Denkapparat, kann sich jede Lebenssituation auf wundersame Weise bessern.
Karlfried Graf Dürckheim, und seine Frau, Maria Hippius, die Gründer der Initiatischen Therapie, sahen jedes Leiden und die Not des Menschen sowie der ganzen Menschheit, gleich in welcher Form sie sich äußert, als einen Verlust dieser ganzheitlichen, inneren Wirklichkeit an. Es ist ein Verlust der Erfahrung des JETZT.
Die Brücke zu dieser Erfahrung der Gegenwart ist der Körper. Ich kann z.B. meine Achtsamkeit auf den Atem lenken und für eine festgesetzte Zeit, in aufrechter Haltung, der Bewegung des Atems folgen. Das ist eine Form der Zen- Meditation. Oder ich erforsche wach die Erfahrung meiner Sinne. Ich übe das bewusste Hören, das bewusste Fühlen, das bewusste Sehen, usw.
Indem der Mensch ein Übender wird, befreit er sich von der ausschließlichen Konditionierung der Gedankenwelt. Er befähigt sich, das Leben in seiner Fülle zu erkennen und ein Leben in gelebter Selbstverantwortung zu gestalten. In ihm entfaltet sich ein neuer Lebenssinn.
Arbeitsweisen: Gespräch, Meditation, personale Leibarbeit, Malen an der Wand, geführtes Zeichen, Traumarbeit.
Einzelbegleitung, Gruppen und – Paartherapie. Termine nach Vereinbarung.