Anatomie der Gefühle
"Zeige mir Gestalten und Formen, die ein Mensch seinem Leben gibt, und ich werde dir sagen,
ob er ein Meister oder ein Opfer seines Lebens ist"
Somatische Verhaltenstherapie bzw. Formative Psychologie
Verhalten kann ich auf verschiedene Weisen hinterfragen. Die übliche, kognitive Psychotherapie stellt in erster Linie die Frage nach dem „ Warum“ einer Krise oder eines Verhaltens. Dadurch mag sich unser psychologisches Verständnis vertiefen, aber unsere Probleme bleiben häufig bestehen, weil wir unsere somatische Wirklichkeit in dem Konflikt nicht kennen.
Die Formative Psychologie ist in dem Wissen begründet, dass unser Denken, Fühlen und Handeln davon abhängig ist, in welcher Körperform wir anwesend sind. Verhalten ist Form, Anatomie ist Verhalten und auf dieses Verhalten kann ich Einfluss nehmen.
Ursache für das, was wir fühlen, denken und wie wir uns verhalten, ist also nicht nur unsere Geschichte ( Sozialisation, Elternhaus, Gesellschaft, Erziehung, Werte) sondern immer auch, wie wir somatisch, muskulär in der jeweiligen Situation reagieren.
Stanley Keleman, Kalifornien, hat die Formative Psychologie entwickelt, in deren Zentrum die Frage nach unserer somatischen Wirklichkeit steht. Neben der Erforschung der angeborenen genetischen Verhaltensmuster, hat Keleman die Frage, wie wir uns selbst somatisch gebrauchen, zur Kernfrage gemacht. Er hat die Verkörperungsübung, die so genannte „Wie- Methode“ entwickelt. In 5 Schritten wird die muskuläre Organisation variiert und reflektiert.
Wie bin ich jetzt da? z.B. Wie bin ich niedergeschlagen?
Wie habe ich diese Form organisiert?
Wie kann ich das muskuläre Muster verstärken?
Wie kann ich es wieder weniger machen?
Wie kann ich diese Erfahrung in meiner Problematik anwenden?
So lernt man willentlich auf sich Einfluss zu nehmen und sein Verhalten zu steuern. Das ermöglicht ein neues Selbstmanagement und schafft tiefe Befriedigung.
Einzelbegleitung, Paartherapie und Gruppen
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